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VORAUSschau
Ausgabe 03 · 15.08.2026
Kurzmeldung · 15.08.2026 · 1 Min. Lesezeit

Heizungspflicht gekippt – Vorsicht trotzdem

Heizungspflicht gekippt – Vorsicht trotzdem

Heizungspflicht gekippt – Vorsicht trotzdem


Das umstrittene Herzstück des Gebäudeenergiegesetzes ist Geschichte: Die strikte Pflicht, dass jede neu eingebaute Heizung zu 65 Prozent mit erneuerbaren Energien laufen muss, wurde gestrichen. Für viele Betriebe und Hauseigentümer bedeutet das kurzfristig mehr Spielraum bei der Wahl der Heizung.

Doch wer jetzt aufatmet und blind in eine günstige Öl- oder Gasheizung investiert, könnte sich verrechnen. Die CO2-Bepreisung steigt weiter, und ab 2029 drohen für fossile Brennstoffe deutlich höhere Kosten. Was heute billig erscheint, kann in wenigen Jahren zur teuren Altlast werden.

Klüger ist eine nüchterne Gesamtrechnung über die Lebensdauer der Anlage. Wärmepumpe, Hybridlösung oder Anschluss ans Wärmenetz sind in der Anschaffung teurer, im Betrieb aber oft günstiger – und zukunftssicherer. Förderprogramme können die Anfangsinvestition spürbar senken.

Tipp: Lassen Sie sich vor einer Heizungsentscheidung unabhängig beraten und rechnen Sie nicht nur den Kaufpreis, sondern die Kosten über 15 Jahre. Die billigste Heizung von heute ist selten die günstigste von morgen.

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